Vita

Verfasst am 13 04 2009 in Termine
Jentgens bildet den Großen Gelehrten
Jentgens bildet den Großen Gelehrten

Thomas Jentgens  Maler, Zeichner und Bildhauer

Am Lerchenpfad 3

41812 Erkelenz

www.Jentgens.info.de

jentgens-art@t-online.de

 

Tel.: 02435/3533

Mobil: 0179/199352

 

1958           Geboren in Langerwehe/Düren

 

1979 – 86    Studium an der RWTH Aachen Kunst und Erdkunde

 

seit 1983     Tätig als Bildhauer, Zeichner   

                   und Maler

 

seit 1992     Atelier in Erkelenz/Lövenich

 

 

 

Es ist Jentgens Weg, dem Prozess der unendlichen Bilderfluten nachzuspüren, ein Prozess, der sich jenseits der Kontrolle der Vernunft ereignet, dem die Surrealisten bereits nachgegangen sind. Es ist der Prozess der unendlichen Bildproduktionen im Bewusstsein gemeint, dem der Künstler auf der Bildfläche Dauer verleihen will, ohne ihm zugleich Einhalt zu gebieten.

Hier wird Zeichnen, Bilder herstellen als Form der Selbstvergewisserung beschrieben, zeigt sich das Bilderherstellen, wie es Thomas Jentgens bewegt, als eine Form des visualisierenden Denkens und des Lesens dessen, was sich unbewusst artikuliert. Es ist weniger die Angst, oder nur der Schrecken vor dem leeren Blatt, sondern der Anfang einer Reise der Imagination, der Phantasie, in der sich diffuse, verschwommene Vorstellungen bildlich konkretisieren lassen.

Es sind Gedankenblitze, Beobachtungen, aufflammende kurze Erinnerungen, Gefühle. Und tatsächlich legt Jentgens sie auch manchmal mit geschlossenen Augen nieder, um dann aus dem Gefüge der Linien zu erkennen, was zu sehen war, oder um zu sehen, ob sich etwas erkennen lässt.

Jentgens weiß in seinen Bildern, Skulpturen und Plastiken in Bereichen des Moralisch- Ethischen, in religiösen Fragen Stellung zu beziehen. Seine Bildwelten reichen in magische Vorstellungen ebenso hinein, wie er gelegentlich das Komisch-Absurde, das Theatralische, auch das Erotisch-Sinnliche zu deuten weiß. Zarte Gefühle sind zu entdecken, Trauer Zuneigung, wenn sich ein Kopf verhalten senkt, ein Nacken sich beugt, Selbstgewissheit und Selbstverlorenheit, Fremdheit, Andersheit, Stolz auch ebenso wie Elend. Und: unbenennbare Ambivalenz, stets etwas nicht Fassbares, das eben auch menschlich ist.

In der äußeren Gestalt finden sich Formqualitäten, die jenseits der Absicht des Künstlers bleiben. Das Moment des Zufälligen scheint wichtig, das übereingeht mit den Spuren des Arbeitsprozesses, aus denen immer deutlich wird, dass das hier zu Sehende etwas gemachtes ist, keine endgültige Lösung, vielmehr die Idee, die Vision eines Menschen und Beobachters der Fülle dessen, was in der Natur und menschlichem Dasein möglich ist.

Dr. Dirk Teuber
Kurator der Staatlichen Kunsthalle Baden-Baden, 2004

Ich zeichne

Manchmal muss ich die Augen schließen
Um zu sehen
Ich zeichne
Ich schließe meine Augen
Ich sehe immer mehr

Manchmal sehe ich nichts
Dann zeichne ich
Um zu sehen

Thomas Jentgens 2004

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